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Malteser Heppenheim

Bundeskanzlerin informiert sich bei Maltesern über Ehrenamt im Bevölkerungsschutz

19.08.2014
Angela Merkel ließ sich vom Malteser Präsident, Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, über den Hochwasser-Einsatz informieren.
Angela Merkel ließ sich vom Malteser Präsident, Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, über den Hochwasser-Einsatz informieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Thomas de Maizière haben sich heute in Bonn mit Ehrenamtlichen der großen deutschen Bevölkerungsschutz-Organisationen getroffen. Bei dem Treffen auf dem Gelände des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) berichteten ehrenamtliche Einsatzkräfte und der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, unter anderen vom Hochwasser-Einsatz in Bayern und den mittel- und ostdeutschen Bundesländern vor einen Jahr.

Brandenstein erläuterte der Kanzlerin das Motiv der Malteser Ehrenamtlichen: „Wenn Menschen in Not sind, zählt es für uns, nah bei ihnen zu sein: Mit Kopf und Hand - und ganz viel Herz!“

Die Bundeskanzlerin dankte den Ehrenamtlichen aller Organisationen für den beeindruckenden Einsatz während des Hochwassers. Dieser Einsatz sei auch der Grund für ihren Wunsch gewesen, sich mit den Organisationen zu treffen. Merkel wörtlich: „Es ist beruhigend zu wissen, dass es sie gibt und sie jederzeit einsatzbereit sind.“ Zugleich bedeute ein Einsatz immer auch Verzicht. Die Familien, Angehörigen und Arbeitgeber der ehrenamtlichen Helfer sorgten für großen Rückhalt.

Mit Blick auf den Malteser Schulsanitätsdienst, der bereits bei Kindern das Engagement zur Ersten Hilfe fördert, sagte die Kanzlerin: „Es ist gut, dass sie in die Schulen gehen.“  Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen mit der Kanzlerin in der Kantine des Bundesamtes betonte der Malteser Präsident eine zentrale Forderung: Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Sanitätsdienst gehören zusammen. „Das ist für die Hilfsorganisationen überlebenswichtig“, sagte Brandenstein. Daher müsse der Katastrophenschutz wesentliche Voraussetzung bei der Vergabe von Rettungsdienst-Aufträgen sein.

Die Hilfe der Malteser für Hochwasser-Betroffene hält noch heute an. In Sachsen und Sachsen-Anhalt unterstützen ehrenamtliche Malteser auch ein Jahr später noch die psychosoziale Nachsorge. In Bayern fuhren Monate nach der Hochwasser-Katastrophe ehrenamtliche Malteser in Bayern täglich zu psychisch belasteten Menschen, um Rat und Tat anzubieten. Mittlerweile wird das Angebot von hauptamtlichen Psychologen fortgeführt.

Brandenstein: „Es ist großartig, dass die Kanzlerin das Gespräch mit den ehrenamtlichen Helfern im Bevölkerungsschutz sucht. Sie zeigt die Wertschätzung, die diese Helfer in der Katastrophe für ihren oft tage- und wochenlangen Einsatz verdienen“.

Die Malteser sind gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter Bund, dem Deutschen Feuerwehrverband, der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft, dem Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter-Unfall-Hilfe Partner des BBK und THW im Bevölkerungsschutz. Merkels erster offizieller Kontakt mit den Maltesern rührt aus dem Jahr 1994: Als damalige Bundesministerin für Frauen und Jugend besuchte sie eine deutschlandweite Aktion der Malteser Jugend.

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