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Malteser Heppenheim

Seligsprechungsverfahren für Fra Andrew Bertie eröffnet – Mainzer Malteser beteiligen sich an der Akklamation des Volkes

1300 Malteser aus 35 Nationen kommen in Rom zusammen

20.02.2015
In der Lateran-Basilika: Benedikt Schwarz und Markus Neufurth (v.l.n.r.) neben dem Bild des verstorbenen Großmeisters Fra Andrew Bertie.
Eröffnungsfeier des Seligsprechungsprozesses.
Im nächtlichen Rom. Fotos: Malteser

Rom/Mainz. Zur Eröffnung des Seligsprechungsprozesses des verstorbenen 78. Großmeisters des Malteser-Ordens, Fra' Andrew Bertie, reisten auch neun Helfer der Diözese Mainz, darunter mit Benedikt Schwarz als Diözesanjugendsprecher und Markus Neufurth, dem Leiter der Mainzer Sanitätseinheit, zwei Helfer der Stadtgliederung Mainz nach Rom, um bei der Akklamation des Volkes in der Basilica San Giovanni in Laterano dabei zu sein (siehe auch vorangegangener Bericht). Bei der Ankunft auf dem römischen Flughafen Ciampino wartete bereits ein Shuttlebus, der das Mainzer Kontingent gemeinsam mit Helfern aus Trier und Limburg zum Hotel Church Palace brachte. Nach kurzer Erholung fanden sich schnell unter den anderen Malteser-Gästen des Hotels Gesichter, die man von Jugendlagern, Großeinsätzen oder Lehrgängen kannte.

Am Abend kamen dann zur offiziellen Begrüßung durch Dr. Erich Prinz von Lobkowicz, Präsident der Deutschen Assoziation des Ritterordens, zum ersten Mal alle angereisten 340 deutschen Malteser zusammen. Prinz Lobkowicz, der die Idee hatte, in so großem Rahmen deutsche Malteser einzuladen, zeigte sich hoch erfreut über den deutschen „Auswärtssieg“ – das deutsche Kontingent war trotz der kurzen Vorlaufzeit sogar größer als das italienische, „obwohl die es ja nicht so weit hatten und Ihr alle nach Fastnacht noch in den Seilen hängt.“ Im Anschluss sprach der Präfekt der Glaubenskongregation, der in Mainz-Finthen geborene Gerhard Kardinal Müller, über „Die Lehre der Heiligen Mutter Kirche – zeitlos oder dem Wandel der Zeit unterworfen?“ Dabei betonte er, dass die Lehre Jesu Christi unveränderlich sei, nämlich wie er sie selbst vorgelebt habe. Dennoch sei er in jeder unserer Taten und Werke noch immer präsent – also ganz, wie es in der Helfergrundausbildung jeder Neu-Malteser lernt.

Weitere Gelegenheit zum Überlegen, woher man dieses und jenes Gesicht nochmal kannte und dem anschließenden Auflebenlassen von gemeinsamen Erinnerungen, ergab sich beim gemeinsamen Abendessen. Schnell hatte sich eine etwa 15-köpfige Gruppe aus den Diözesen Mainz und Limburg gefunden, die auf eigene Faust das nächtliche Rom erkunden wollte. Vorbei an der berühmten Engelsburg spazierte man über den Tiber direkt auf die Piazza San Pietro, an deren Flanke der Petersdom sich erhebt. Nach Umrundung des monumentalen Bauwerks, Schlenderei durch die umliegenden Straßen und dem Einkauf einiger nächtlicher Souvenirs trat man den Heimweg mit der U-Bahn an.

Freitags morgens stiegen alle angereisten Malteser wieder in ihre Shuttlebusse, die sie durch den dichten Verkehr zur Basilica San Giovanni in Laterano brachten. Gerade noch rechtzeitig erreichten sie die mit etwa 1300 Maltesern aus 35 Nationen besuchte Kirche, wo Kardinalpatron Raymond Leo Burke die Heilige Messe feierte, bevor in einer feierlichen Zeremonie der eigentliche Seligsprechungsprozess eingeleitet wurde. Kardinalvikar Agostino Vallini verlas dabei u.a. den Antrag, der bei ihm eingegangen war. Der derzeitige Großmeister des Ordens, Fra' Matthew Festing, und Nachfolger von Fra' Andrew Bertie, bekräftigte die Verdienste seines Vorgängers und dankte allen Anwesenden für das Unterstützen des Anliegens. Nach dem Auszug der angereisten Malteser-Ritter wurden ein letztes Mal die bereit stehenden Busse bestiegen, die die Reisegruppe zurück zum Flughafen Ciampino brachte. Den Sanitätsdienst vor Ort stellte übrigens der „Corpo Italiano di Soccorso dell'Ordine di Malta“ mit Sanitätern, Krankenpflegern und Ärzten sicher.

„Es war ein unbeschreibliches Gefühl, so viele Malteser aus allen Herren Länder gemeinsam an einem Ort zu sehen, und vor allem, bei diesem für uns Malteser so historischen Moment dabei sein dürfen. Da erhält der Satz 'Malteser ist man nie allein' gleich einen ganz neuen, greifbaren Sinn!“, schwärmt Markus Neufurth. Auch die anderen Mainzer Vertreter zeigten sich tief beeindruckt von den Erlebnissen. Großer Dank geht daher an die Diözesangeschäftsstelle in Mainz, die für ihre Helfer den Großteil der Kosten zu tragen hatte, und natürlich allen, die an der reibungslosen Organisation beteiligt waren.

 

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