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Malteser Heppenheim

Malteser aus dem Bistum Mainz haben Seligsprechung von Fra‘ Bertie unterstützt

02.03.2015
Foto zu News
Die Mainzer Delegation erlebte zwei spannende und sehr ereignisreiche Tag in Rom. (Foto: Malteser)

In „seliger Mission“ sind rund zehn ehrenamtliche Helfer der Malteser im Bistum Mainz zu Besuch in Rom gewesen: Sie nahmen an der Eröffnung des Seligsprechungsverfahrens für den verstorbenen Großmeister des Malteser-Ritterordens, Fra` Andrew Bertie, teil. Wenn das Seligsprechungsverfahren erfolgreich ist, wäre Fra‘ Bertie nach dem Ordensgründer, dem seligen Gerhard, der zweite selige Großmeister der Malteser in der 900-jährigen Geschichte des Ordens.

Die Delegation aus dem Bistum Mainz gehörte zu rund 1.300 Malteser aus 35 Nationen, die an dem feierlichen Akt in der Lateranbasilika teilnahmen. Nach der Feier der Heiligen Messe mit dem neuen Kardinalpatron der Malteser Leo Burke fand unter der Leitung von Kardinalvikar Agostino Vallini die erste Anhörung statt, mit der das förmliche kirchenrechtliche Verfahren eröffnet wird.

„Es war ein unbeschreibliches Gefühl, so viele Malteser aus der ganzen Welt gemeinsam an einem Ort zu sehen, und vor allem, bei diesem für uns Malteser so historischen Moment dabei gewesen sein zu dürfen. Da erhält der Leitsatz 'Malteser ist man nicht allein' einen neuen und ganz greifbaren Sinn“, erzählt Markus Neufurth von den Maltesern Mainz.

Auch die anderen Mitglieder der Mainzer Delegation zeigten sich tief beeindruckt von den Erlebnissen. Neben Markus Neufurth waren Annette Schmitt (Abtsteinach), Till Eckermann (Darmstadt), Gerhard Zimmer (Stadt und Kreis Offenbach), Jürgen Miedniak (Viernheim) und Christian Böhm (Heppenheim) sowie als Vertreter des Diözesanvorstandes Isabell Freifrau von Salis-Soglio, Tamara Fürstin von Clary und Pfarrer Ignatius Löckemann mitgereist. Für die Malteser Jugend war Benedikt Schwarz (Mainz) vor Ort.

Zum Hintergrund:
Der im Jahre 2008 verstorbene 78. Großmeister des Malteser Ritterordens hat in seiner 20-jährigen Amtszeit von 1988 bis 2008 außergewöhnlich viel bewirkt. Mit 27 Jahren war der Brite (Jahrgang 1929) dem Orden beigetreten und widmete sein Leben dem Gebet und der karitativen Arbeit. Er legte 1981 seine ewigen Gelübde als Professritter ab. Am 8. April 1988 wurde er zum 78. Großmeister gewählt.

„Fra` Andrew Bertie pflegte ein intensives spirituelles Leben und erneuerte mit seinem Vorbild die Bedeutung des spirituellen Lebens der Ordensmitglieder“, heißt es in einer Erklärung des Malteserordens, der seinen Sitz in Rom hat. In seiner Amtszeit sorgte Fra` Andrew Bertie für die Ausweitung der humanitären Hilfe des internationalen Malteserordens und die Änderung der Verfassung des Ordens, der völkerrechtlich den Status eines eigenen Staates innehat. Bis zu seinem Tod verdoppelte sich zum Beispiel die Zahl der diplomatischen Beziehungen zu anderen Staaten von 49 auf 100. Fra` Bertie starb am 7. Februar 2008 in Rom.

Mit der Eröffnung des Seligsprechungsverfahrens beginnt zunächst die Phase der „Beweisaufnahme“, und es werden die für das Verfahren notwendigen Personen benannt, ein Beauftragter, der Kirchenanwalt, die Sachverständigen und die Notare. Von diesem Zeitpunkt an darf der Kandidat als „Diener Gottes“ bezeichnet werden. Sofern der Kandidat kein Märtyrer war, muss der Nachweis eines Wunders geführt werden, das die Anrufung des Seligen und seine Fürsprache bei Gott bewirkt hat.

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