Navigation
Malteser Heppenheim

21. September: „Die Akte Auguste D.“ – szenische Lesung zum Welt-Alzheimer-Tag

01.09.2015

Eine Lesung der besonderen Art erleben die Besucher am Montag, 21. September, um 18 Uhr in den Mainzer Kammerspielen (Malakoff Passage, Rheinstraße 4): Diana Wolf und Andreas Mach vom Theater „alePh“ lesen passend zum Welt-Alzheimer-Tag aus „Die Akte Auguste D.“ – eine tiefberührende und zudem wahre Geschichte über die Entdeckung von Alzheimer.

Veranstalter der Lesung sind die Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz, der Malteser Hilfsdienst Mainz und die Pflegestützpunkte in Mainz. Gemeinsam haben sie sich zum Ziel gesetzt, öffentlich auf das vielerorts noch tabuisierte Thema „Demenz“ aufmerksam zu machen sowie für Verständnis für Betroffene und deren Angehörige zu werben.

Im Anschluss an die Lesung gibt Demenz-Experte Prof. Dr. Andreas Fellgiebel einen Überblick über den Stand der Forschung. Außerdem steht er für Fragen zur Verfügung.

Der Eintritt ist kostenlos. Es wird empfohlen zu reservieren (Telefon 06131/5766960, E-Mail frank.biedermann(at)pflegestuetzpunkte.rlp(dot)de).

Die Lesung „Die Auguste D.“ ist bereits die dritte gemeinsame Aktion der drei Demenz-Initiativen. Vor zwei Jahren wurde der Film „Vergiss mein nicht“ gezeigt, anschließend fand eine Diskussion mit Autor David Sieveking statt. 2014 wurde die szenische Lesung „Der alte König in seinem Exil“ mit anschließendem Vortrag von Prof. Dr. Georg Adler von der Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz veranstaltet.

Weitere Infos zu den Veranstaltern:
www.alzheimer-gesellschaft-rhpf.de, www.malteser-mainz.de und www.pflegestuetzpunkte.rlp.de.

Die Geschichte:
 „Wie heißen Sie?“ – „Auguste.“
„Familienname?“ – „Auguste.“
„Wie heißt Ihr Mann?“ – „Auguste.“

Dieser Dialog stammt von Auguste Deter und ihrem Arzt, dem Psychiater Alois Alzheimer. Ende 1901 wurde die 51-Jährige in eine Klinik in Frankfurt/Main eingeliefert. Die Patientin hatte sich innerhalb kurzer Zeit sehr verändert, konnte Alltagsdinge nicht mehr ordnen, versteckte alle möglichen Gegenstände, irrte plan- und ziellos herum. Ihre Symptome glichen einer senilen Demenz, jedoch sprach ihr Alter gegen diese Diagnose. Die Gespräche mit seiner Patientin hatte Alzheimer akribisch protokolliert. Die Akte, 1996 zufällig im Archiv der psychiatrischen Klinik wiedergefunden, ist eines der aufschlussreichsten Dokumente der Medizingeschichte.

Für die Bühne
Die Autoren des Stücks, die Alzheimer-Forscher Konrad und Ulrike Maurer, und die Regisseurin und Dramaturgin Ulrike Hofmann, entschieden sich, die Original-Dialoge in den Mittelpunkt des Stücks zu stellen. Sie sind ein Zeugnis der Krankheit, das in seiner Unmittelbarkeit bis heute berührt.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE72370601201201212088  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7