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Malteser Heppenheim

Erfolgreicher Eignungstest für Rettungshunde

01.11.2015
Der Hund nimmt die auf ihn zulaufenden Personen freudig als Spielaufforderung wahr. Er entzieht sich nicht, sondern freut sich darüber.
Im Spielkreis wird der Hund in definierter Reihenfolge nacheinander von unterschiedlichen Personen gerufen und zum Spielen animiert. Hat der Hund keine Angst vor den fremden Personen und spielt ausgelassen mit diesen, lässt sich darauf schließen, dass er auch in der Ausbildung gut zu motivieren ist.
Durch mehrere gleichzeitig auf den Hund zulaufende Personen wird getestet, ob dieser sich in der Menschengruppe unwohl fühlt oder davon unbeeindruckt bleibt.
Gute Laune bei Bewerterin Andrea Lindhof und Prüfungsorganisatorin Dr. Vanessa Häfner dank der vielen gut geeigneten Hunde.
Über dem Team schwebende Gegenstände, auf Sie zurollende Tonnen, neben ihnen stürzende Personen, verschiedene Untergründe und vieles mehr sollen zeigen, wie ängstlich der Hund ist.
Die Ausbildung ist für den Hund ein Spiel, bei dem er lernt, dass am Ende Futter oder ausgelassenes Spiel auf ihn wartet – seine Belohnung. Im Eignungstest wird daher geschaut, ob er überhaupt Lust darauf hat.
Blech, auf dem herumgehämmert wird, Rauch, vorbeifahrende, hupende Autos, laufende Stromerzeuger – die Hunde zeigen im Eignungstest, wie unempfindlich sie für derartige im Rettungseinsatz unausweichlich auftretende Reize sind.
Insgesamt 33 Helfer waren am Eignungstest beteiligt. Fotos: Thomas Häfner

Mainz. Wie der Name schon sagt, wird bei einem Eignungstest für Rettungshunde geprüft, ob sich die Hunde für die Ausbildung zum Rettungshund eignen. Zum Schutz der zu suchenden Personen werden Hunde mit aggressivem Verhalten oder übertriebener Ängstlichkeit durch diese Prüfung aussortiert. Zudem gibt der Test Auskunft darüber, wie leicht der Hund sich für die Arbeit motivieren lässt. Je weniger Motivation er mitbringt, desto schwieriger und zeitintensiver wird die Ausbildung sein.

Insgesamt 15 Hunde traten am heutigen Sonntag gemeinsam mit ihren Hundeführern beim, nach den Prüfungsvorgaben der GemPPO (Gemeinsame Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams), vom Malteser Hilfsdienst e.V. in Mainz ausgerichteten Eignungstest an. Die Teams stammten vom ASB Darmstadt, den Maltesern Rhein-Lahn (Diez bei Limburg) und von der ausrichtenden Staffel, den Mainzer Maltesern.

Zahlreiche fleißige Helfer sorgten für einen reibungslosen und ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung. Sei es durch Auf- und Abbau, durch köstliche Verpflegung oder durch Mitwirkung als Fremdpersonen, denen die Hunde in verschiedenen Situationen begegneten: Die einen produzierten Lärm, Rauch und optische Reize als Ablenkung, die anderen spielten mit den Hunden.

Nach einigen Stunden konnten die beiden Bewerterinnen Susanne Anthoni (ASB Darmstadt) und Andrea Lindhof (DRK Nieder-Ohmen) die durchweg positiven Prüfungsergebnisse vorstellen und allen angetretenen Teams zum Bestehen gratulieren. Den Teams steht nun der Weg zur durchschnittlich zweijährigen Ausbildung als Rettungshund (egal ob Flächensuche, Trümmersuche oder Mantrailing) und der anschließenden Rettungshundeprüfung offen.

Wir wünschen allen Teams viel Freude an der Rettungshundearbeit und freuen uns über den Nachwuchs für unsere Suchmannschaften! 

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