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Malteser Heppenheim

Malteser nehmen an Großübung im Mainzer Eisenbahntunnel teil

31.10.2016
Der Einsatz sollte so realistisch wie möglich ablaufen. Dazu wurden zuvor Verletztendarsteller auch schauspielerisch instruiert. Foto: Feuerwehr Mainz
Der Einsatz sollte so realistisch wie möglich ablaufen. Dazu wurden zuvor Verletztendarsteller auch schauspielerisch instruiert. Foto: Feuerwehr Mainz

Für rund 300 Einsatzkräfte aus der Stadt Mainz, der Stadt Wiesbaden und dem Mainzer Umland begann der 30. Oktober sehr früh. Sie alle nahmen an einer Großübung im Neuen Mainzer Eisenbahntunnel teil. Darunter waren auch mehr als 20 Malteser, die in der SEG-S (Schnelleinsatzgruppe Sanität), als Verletztendarsteller und an den Koordinatorenstellen als Beobachter der Übung eingesetzt waren.

Ausgangslage der Übung war ein Entstehungsbrand in einem Personenzug, welcher unter simulierten Umständen in der Tunnelmitte zwischen Südportal (Römisches Theater) und Nordportal (Hauptbahnhof) unvermittelt stehenbleibt. Infolgedessen werden etwa 50 Fahrgäste verletzt und müssen von den Rettungskräften aus der Tunnelröhre befreit und anschließend behandelt werden.

Einsatzkonzept in Tunnelröhren 

Nach Alarmauslösung gegen 8:00 Uhr fuhren die ersten Einheiten von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Katastrophenschutz drei festgelegte Örtlichkeiten an und begannen mit dem Aufbau der Löschwasserversorgung oder der Errichtung einer medizinischen Patientenablage. Während sich die Einsatzleiter einen Überblick über die Lage verschafften, rüsteten sich die Feuerwehreinsatzkräfte mit speziellen Langzeitatmern und bahnrelevanter Sondertechnik aus und drangen von beiden Seiten in den Tunnel ein. Währenddessen versorgte der Rettungsdienst bereits die ersten Leichtverletzten, die sich selbständig aus dem Zug retten konnten. Grundlage für diese Vorgehensweise ist das von der Feuerwehr Mainz in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn erarbeitete Einsatzkonzept in Tunnelröhren.

Verletztendarsteller wurden im Vorfeld geschminkt und schauspielerisch instruiert

An der Einsatzstelle am Zug galt es dann, das Feuer zu löschen und die Patienten sicher und schnellstmöglich aus dem Tunnel zu bringen und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung zu übergeben. Um das Einsatzszenario so realistisch wie möglich zu gestalten, waren alle „Verletztendarsteller“ im Vorfeld geschminkt und schauspielerisch instruiert worden. Des Weiteren wurde die Tunnelröhre im Bereich der Unfallstelle mit einer Nebelmaschine verraucht. Insgesamt versorgten die Schnelleinsatzgruppen von Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Verlaufe der Übung 54 Verletzte mit unterschiedlichen Krankheitsbildern. Diese Verletzte wären im Realfall an städtische und umliegende Krankenhäuser verteilt worden.

Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen hat gut funktioniert

Der Tunnel war aufgrund von Baumaßnahmen gesperrt. Dieses zur Verfügung stehende Zeitfenster nutzten die Einsatzkräfte, um - auch aufgrund von gesetzlichen Vorgaben - ein nicht-alltägliches Unfallszenario zu üben. Ziel war es, dass bestehende Einsatzkonzept und vorhandene sicherheitstechnische Einrichtungen der Tunnelbauwerke zu überprüfen und gleichzeitig Erfahrungen im gemeinsamen Handeln mit anderen Hilfsorganisationen bei einem Massenanfall von Verletzten zu sammeln. Die Zusammenarbeit der Kräfte untereinander funktionierte gut.

Neben insgesamt etwa 120 Kräften der Berufsfeuerwehr Mainz, Einheiten von Freiwilligen Feuerwehren aus Mainz und der Berufsfeuerwehr Wiesbaden waren auch ca. 120 Kräfte und Einheiten des Rettungs-, Sanitäts- und Betreuungsdienstes von ASB, JUH, DRK, MHD, DLRG eingesetzt. Weitere Kräfte waren von der Polizei, dem THW und der Deutschen Bahn gestellt worden. Die 50 Verletztendarsteller kamen aus den Jugendabteilungen von Rettungsdienst und Katastrophenschutz.

Weitere Informationen zum Katastrophenschutz der Malteser erhalten Sie hier.

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