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Malteser Heppenheim

Erster gemeinsamer Fortbildungstag der Schulsanitäter/-innen

26.01.2017

Mainz. Samstag, 21.1.2017, 8:07 Uhr, 6 Fahrzeuge der Malteser fahren auf den Schulhof des Theresianums am Oberen Laubenheimer Weg. Einige Malteser laufen in die Schule und schleppen Kisten, andere bauen eine Unfallhilfestelle im Schulhof auf. Inklusive einer Zeltheizung, die bei -6 Grad Außentemperatur auch dringend nötig ist. 40 Minuten später ist die Unfallhilfestelle einsatzbereit. Im Ernstfall wäre das deutlich schneller gegangen. Aber heute ist „nur“ Fortbildungstag. Zum ersten Mal treffen sich am Theresianum in Mainz die Schulsanitäter und -sanitäterinnen der von den Mainzer Maltesern betreuten Schulen: Berufsbildende Schule 1, Georg-Forster Gesamtschule Wörrstadt, Gymnasium Oberstadt, Maria Ward Schule, Theresianum Mainz, sowie das Gymnasium Nieder-Olm, an dem die Mainzer Malteser die Schulsanitäter ausbilden aber nicht betreuen. Insgesamt 42 Schulsanitäter/-innen waren gekommen, um am ersten gemeinsamen Fortbildungstag in zehn unterschiedlichen Workshops Ihr Wissen aufzufrischen und zu erweitern.

Dazu zählte u.a. die Unfallhilfestelle, bei der die Schüler sprichwörtlich ins kalte Wasser geworfen wurden und einer Großzahl von Verletzten gegenüberstanden. Unter Aufsicht der eigentlichen Besatzung der Unfallhilfestelle mussten die Schulsanitäter die Unfallhilfestelle selbst organisieren und die Verletzten versorgen. Anschließend wurde der „Einsatz“ unter Leitung von Katja Brudy (Rettungssanitäterin) reflektiert. Neben dem Themenbereich „Katastrophenschutz“ gab es auch medizinische und sanitätsdienstliche Workshops: die Schüler wurden jeweils von Ihrem Wissensstand abgeholt und in die weitere Welt der Kindernotfälle, Rettungstechniken und diagnostischen Handlungsabläufe der Erstversorgung geführt. Dabei haben die Dozenten Alexander Frietsch (Rettungsassistent), Markus Neufurth (Notarzt) und Benedikt Schwarz (Rettungsassistent), die auch aktive Ausbilder sind, stets auf den passenden Praxisbezug und praktische Betätigung der Schüler und Schülerinnen geachtet. Aber auch die Basics des Schulsanitätsdienstes, wie Blutdruck messen, Schienen von Armfrakturen, die lebensrettenden Sofortmaßnahmen (Seitenlage, Herzdruckmassage, Druckverband) sowie die Helmabnahme wurden in einem Zirkeltraining wiederholt. Da von den sechs Schulsanitätsdiensten vier das erste Jahr von den Maltesern betreut wurden, stellten sich auch die einzelnen Bereiche der Malteser in je einem Workshop vor, damit die Schulsanitäter/innen den Verein besser kennenlernen können, der Sie in Ihrer Arbeit unterstützt.

Gegen 15:45 Uhr waren die Workshops zu Ende und es folgte noch das Schlusswort, durch den Organisator und Leiter der Ausbildung, Andreas Trog. Er zog ein positives Ergebnis aus diesem Tag: „Wir haben es geschafft, dass unsere Schulsanitäter und –sanitäterinnen über den Tellerrand hinausschauen konnten: Sie lernten ihre Kollegen aus den anderen Schulen kennen, sie sahen, dass Ihr Wissen nur die Basis ist zu weiteren diagnostischen Möglichkeiten und Hilfeleistungen, und sie konnten Erkennen, dass es in der Malteser Welt weitere speziell ausgebildete Menschen gibt, um Menschen in ganz unterschiedlicher Not zu helfen.“

Wir danken dem Theresianum, dass sie uns für die diese Veranstaltung ihre Schule zur Verfügung gestellt haben und freuen uns nach dem positiven Feedback von Schülern und Dozenten, auf eine Neuauflage im Januar 2018 mit voraussichtlich zwei weiteren Schulen.

 

 

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