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Malteser Heppenheim

Mainzer Rosenmontag 2010 - Aufgabe mit Bravour gemeistert

16.02.2010

Die sanitätsdienstliche Betreuung des Rosenmontagszugs ist jährlich der größte Einsatz für die Malteser im Stadtgebiet Mainz und gleichzeitig eine logistische Herausforderung. Im Vordergrund steht dabei immer die Kernaufgabe: Jedem medizinischen Hilfeersuchen umgehend kompetent begegnen zu können.

 

Die Erfahrungswerte der vergangenen Jahre bilden eine gute Grundlage für die Planungen. "Über die Jahre hat sich herauskristallisiert, dass wir die meisten Patienten zu behandeln haben, wenn sich der Zug dem Ende nähert", erläutert Markus Häfner, Einsatzleiter der Malteser. Und so ist es auch in diesem Jahr: Im Minutentakt kommen die Patienten in den Unfallhilfsstellen der Malteser an. Teilweise gestützt von besorgten Freunden, immer wieder aber auch – selbst nicht mehr gehfähig - getragen von Sanitätern.

 

Der Ablauf ist immer der Gleiche: Einsatztrupps der Malteser sind zu Fuß an der Zugstrecke unterwegs. Wer nicht vor Ort behandelt werden kann, wird von diesen in die Unfallhilfsstellen (beheizte Behandlungsplätze unmittelbar am Streckenrand) gebracht. Fast 80 Prozent aller Patienten können von Ärzten und Sanitätern hier wieder fit gemacht und innerhalb von 2 bis 3 Stunden entlassen werden. Für die übrigen 20 Prozent endet der Rosenmontag in der Regel im Krankenhaus.

 

140 Einsatzkräfte im Sanitätsdienst und 7 Helfer im Verpflegungsdienst sind notwendig um allen Patienten im etwa 1,5 km langen Teilabschnitt helfen zu können. Und dabei sind selbst die zwölf Kranken-, Rettungs- und Notarztwagen in den Spitzenzeiten nicht selten alle gleichzeitig unterwegs.

 

"Welcher Helfer befindet sich zu welcher Zeit an welchem Ort? Welches Fahrzeug transportiert welchen Patienten wohin? Wann kann ein Helfer Pause machen um sich selbst aufzuwärmen oder Nahrung aufzunehmen? Wie kann ggf. ausgehendes Material nachgefüllt werden? Das alles muss von der Einsatzleitung koordiniert werden", sagt Markus Häfner, der seit Jahren gemeinsam mit seinem Bruder Thomas Häfner die Verantwortung für den Einsatz der Malteser trägt.

 

263 Patienten haben an diesem Rosenmontag die Hilfe der Malteser in Anspruch genommen. Diese Zahl ist gleichbleibend gegenüber dem Vorjahr. Gestiegen jedoch ist die Zahl der alkholisierten Jugendlichen, was dem rückläufigen Trend der Vorjahre ein vorläufiges Ende bereitet hat.

 

Zufrieden stellt Markus Häfner bei der Abschlussbesprechung fest, dass alle Hilfeersuchen in kurzer Zeit erfolgreich bearbeitet wurden und auch die Stimmung in der Helferschaft trotz des arbeitsreichen Tages noch immer gut ist. Dank intensiver Vorbereitung und der guten Zusammenarbeit aller eingesetzten Kräfte konnten die Malteser den Tag im guten Gewissen beenden, Ihre Aufgabe vorbildlich erfüllt zu haben.

 

Weitere Informationen

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