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Malteser Heppenheim

Ein Tag der jedes Jahr auf's Neue herausfordert: Rosenmontag in Mainz

21.02.2012

 In der Liste der lokalen Einsätze, ist der Rosenmontagszug in Mainz Jahr für Jahr eine der größten Herausforderungen. Einen ca. 1,5 km langen Straßenzug sanitätsdienstlich abzudecken ist für gewöhnlich kaum der Rede wert – an Rosenmontag jedoch eine Aufgabe, die wohl geplant sein will.

 

150 Einsatzkräfte der Malteser waren auch gestern wieder rund um den Narrenturm in der südlichen Altstadt damit beauftragt sich um diejenigen zu kümmern, die das närrische Treiben nicht unbeschadet überstanden haben.

 

Alkohol und seine Auswirkungen

 

Enthemmung, Überheblichkeit, Aggression und Kritikschwäche sind Nebenwirkungen des übermäßigen Alkoholkonsums – mit all diesen Auswirkungen sahen sich die Malteser auch in diesem Jahr wieder konfrontiert: Narren, die vor Einsatzfahrzeuge springen, ein Einsatztrupp, der von gewaltbereiten jungen Erwachsenen angegriffen wird – nicht immer wird das ehrenamtliche Engagement der Malteser belohnt. Für den überwiegenden Teil der Hilfsbedürftigen und deren Begleitpersonen waren die Einsatzkräfte der Malteser jedoch eine gern gesehene Anlaufstelle.

 

245 Patienten – kleine Pflaster nicht inklusive – wurden im Rahmen des Rosenmontagseinsatzes durch die Malteser medizinisch versorgt. Ein Teil davon musste zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus verlegt werden.

 

Langfristige Planung notwendig

 

Um dieses Einsatzvolumen bearbeiten zu können sind langfristige Planungen notwendig. Zum Teil müssen zusätzliche Fahrzeuge herbeigeführt werden. Deren Besatzungen benötigen ein Schlafquartier. Zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft muss Material zum Nachfüllen bereit stehen. Pausenzeiten wollen geregelt und mit der Verpflegungseinheit abgestimmt sein. Und nicht zuletzt müssen Zuständigkeiten und Kommunikation zwischen den Einsatzkräften klar strukturiert sein: Wo muss eine hilflose Person versorgt werden? Welche Helfer kümmern sich um welche Patienten? Welcher Patient muss aufgrund schwerwiegenderer Verletzungen ggf. vorgezogen werden?

 

Am Ende des Einsatzes stand fest: Alle eingesetzten Kräfte haben Hand in Hand arbeitend dafür gesorgt, dass auch in dieser Kampagne wieder alle Hilfsbedürftigen die notwendige medizinische Versorgung erhielten – eine großartige Leistung der Helferinnen und Helfer, die zu diesem Anlass einen Urlaubstag geopfert haben.

 

Weitere Informationen

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