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Malteser Heppenheim

Ein Tag zur Optimierung des Katastrophenschutzes

24.03.2012

"Das Land Rheinland-Pfalz braucht Sie nicht nur, sondern ist auch sehr stolz auf Sie." Mit diesen Worten begrüßte Hermann-Josef Gundlach vom Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, die 93 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auf dem Gelände der Zitadelle in Mainz zum 2. Tag der Schnelleinsatzgruppen.

 

Wie schon im Vorjahr trafen sich Mitglieder der Hilfsorganisationen zum organisationsübergreifenden Austausch. Zielsetzung dabei war, die Zusammenarbeit im Einsatz zu optimieren. Aktuell hat jede Hilfsorganisation eigene Konzepte, sodass nur schwer einschätzbar ist, welches Hilfeleistungspotential anrückt, wenn die Kräfte zum Einsatz gerufen werden. Langfristig streben wir eine Standardisierung in diesem Bereich an, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg, zumal die Ausrüstung für den Großschadensfall nahezu ausschließlich über Spendengelder finanziert werden muss.

 

In Fachvorträgen informierten sich die Teilnehmer über veränderte Anforderungen und die Möglichkeiten anderer am Katastrophenschutz beteiligter Einheiten. Besonders still wurde es im Saal jedoch, als Johannes König seine Erlebnisse beim Einsatz während der Loveparade 2010 schilderte - wie fassungslos, zum Teil sogar hilflos, man selbst als langjähriger Katastrophenschützer sein kann, wenn man mit dem Ereignis konfrontiert wird, auf das man sich jahrelang vorbereitet hat, wurde während seinem Vortrag für jedermann greifbar: Wer sich im Katastrophenschutz engagiert, trainiert für Einsatzfälle, die man eigentlich nicht erleben möchte. Erfreulich, dass die psychosoziale Notfallvorsorge bzw. die Nachbetreuung der Einsatzkräfte an Stellenwert gewonnen hat.

 

Im praktischen Teil zeigten die Schnelleinsatzgruppen Sanitätsdienst der beiden großen Hilfsorganisationen DRK und Malteser Konzepte für den Aufbau von Behandlungsplätzen. Einen Blick über den Tellerrand ermöglichte die Vorführung der Malteser Rettungshundestaffel, während die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung der Malteser aus Lörzweiler mit verschiedenen Mahlzeiten eine Kostprobe ihres Einsatzspektrums gab.

 

Die Mainzer Malteser, Ausrichter des diesjährigen Tag der Schnelleinsatzgruppen, konnten am Ende viel positive Resonanz zur Veranstaltung aufnehmen. Unter den Anwesenden herrschte Einigkeit, dass die Veranstaltung ideale Plattform zum Austausch untereinander ist und einen guten Beitrag leistet, die Zusammenarbeit der einzelnen am Katastrophenschutz beteiligten Einheiten zu optimieren.

 

Natürlich aber blieben auch Wünsche offen: Die Gewinnung weiterer ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer aber auch die Aufstockung von Einsatzmaterial. Nur wenn beides in ausreichender Zahl vorhanden ist, kann im Einsatzfall schnell und adäquat geholfen werden.

 

Sollten Sie Interesse haben, die Malteser in ihrer Arbeit zu unterstützen, finden Sie vielfältige Möglichkeiten hierzu auf unserer Seite Spenden und Fördern

 

Weitere Informationen

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