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Malteser Heppenheim

Bestnoten für die Eignung zur Ausbildung als Rettungshund

Erfolgreicher Eignungstest in Darmstadt

13.11.2016
Fotos: Vanessa Häfner

Darmstadt/Mainz. Am heutigen Samstag fand beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Darmstadt ein Eignungstest für Rettungshunde statt. Bei dem von Helferinnen und Helfern des ASB sehr herzlich organisierten Tag waren auch vier Hunde aus der Hundestaffel der Mainzer Malteser vertreten, die auf Herz und Nieren – sprich auf die Eignung zum Flächen-, Trümmer- oder Personensuchhund – geprüft wurden. Obwohl das Wetter mitunter etwas eisig war, absolvierten die Prüflinge ein umfangreiches Programm, bestehend aus den verschiedenen Teilbereichen gemäß den Prüfungsvorgaben der GemPPO (Gemeinsame Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams).

So mussten die Hunde beweisen, dass sie zu einem fremden Menschen gelockt werden können und keine Berührungsängste haben. Dazu wurde ein sogenannter „Spielkreis“ gebildet, und der zu prüfende Hund wurde von Mensch zu Mensch gerufen – mal gelockt mit Futter, mal animiert durch die Aussicht auf das Lieblingsspielzeug. Starke Ängstlichkeit oder gar Aggressionen gelten hierbei als Disqualifikationsgrund. Weiterhin wurde die Tauglichkeit geprüft, indem der Hund verschiedene Hindernisse zu bewältigen hatte. Dies umfasste örtliche Hindernisse, wie z. B. das Überqueren einer Fläche mit offenen Feuerstellen, die stark rauchten; das Begehen verschiedener Bodenbeläge wie Steingeröll, einer wippenden Holzbohle und Knisterfolie, das Durchlaufen eines Tunnels und das Balancieren über ein auf zwei Fässern liegendes Brett. Auch akustische und optische Reize, wie schreiende und rennende Menschen, ein auf den Hund zu rollendes Fass, Lärm in Form eines hupenden Autos, eines Laubgebläses und eines auf einem Fass trommelnden Jungen, mussten passiert werden. Darüber hinaus mussten die Hunde zeigen, dass sie sich mit fremden Artgenossen vertragen, wozu sie im Slalom um diese, zuerst von dem eigenen Hundeführer, dann von einer Fremdperson, geführt wurden.

Neben der charakterlichen Eignung des Hundes, stand auch die Mensch-Hund-Beziehung während des gesamten Eignungstests im Mittelpunkt, da die Schwierigkeit für die Hunde oft darin bestand, dass sie unbekannte Situationen nur durch das Vertrauen zu ihrem Hundeführer lösen konnten. Ultimativ getestet wurde diese enge Beziehung dadurch, dass der zu prüfende Hund seinen Hundeführer in einem Versteck, einer zu allen Seiten verschlossenen Holzkiste, finden musste und dabei ein interessiertes Auffindeverhalten zeigen sollte.

Alle vier Hunde der Mainzer Malteser (drei Hunde aus dem Teilbereich Flächensuche, ein Hund aus dem Teilbereich Mantrailing) absolvierten diesen Eignungstest mit Bestnoten! Auch für die zukünftige Ausbildung der Hunde war der Eignungstest entscheidend, nicht nur, weil der Eignungstest zur nötigen Qualifikation für die weitere Ausbildung zum Rettungshundeteam zählt, sondern auch, so erklärt Staffelleiterin im Bereich Fläche Dr. Vanessa Häfner, dadurch, dass er Aufschlüsse geben kann auf welchen Schwerpunkten in der Ausbildung besonders wert gelegt werden sollte. Es sei „immer interessant zu beobachten, wie ein Hund an einem unbekannten Ort unter fremden Menschen und Hunden und mit einer gewaltigen Ablenkung reagiert und ob Hundeführer und Hund trotzdem die ihnen gestellten Aufgaben lösen können.“ Soviel sei gesagt: Die Prüflinge des heutigen Eignungstests können es. Somit bestehen die besten Voraussetzungen für die Ausbildung zum Rettungshundeteam.

 

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